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Glossar
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O-Ringe
O-Ringe sind ringförmige Dichtungselemente. Der Name leitet sich vom runden, O-förmigen Querschnitt des Dichtungsrings ab. In der damaligen DDR war Rundringe oder umgangssprachlich Null-Ringe der gebräuchliche Ausdruck für dieses Dichtungselement.
Aufgrund der relativ einfachen Form sind O-Ringe industriell auch sehr leicht herzustellen. Vorzugsweise wird ein Spritzguß-Verfahren (Injection Moulding) angewendet. Bei geringeren Stückzahlen oder wenn extrem teure Kautschukarten verwendet werden, können O-Ringe auch mittels Compression Moulding gefertigt werden.
Je nach Einsatzgebiet und Anforderungen, also wenn es um hohe Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten, Säuren und ähnlich aggressiven Chemikalien geht oder wenn eine Dichtung großer Hitze ausgesetzt ist, werden unterschiedliche Materialien eingesetzt. Dies sind in erster Linie verschiedene Kautschuk-Arten, Perfluorelastomer, Polyethylen oder PTFE.
Aufgrund seines radialen Querschnitts wirkt ein O-Ring als doppeltes Dichtelement. Durch die Pressung des Elastomerwerkstoffs beim Einbau (radial wie axial) kommt bereits eine Anfangsdichtheit zustande. Die Gesamtdichtpressung ergibt sich schließlich aus der Überlagerung der Einbaupressung und einem bis zum Maximum steigenden Systemdruck.
Ein dynamischer Einsatz zum Beispiel bei Wasserhähnen (Einhandhebelmischern) ist nur bei einer geringen Beanspruchung sinnvoll. Dabei kommt es hauptsächlich auf die Geschwindigkeit, mit der z. B. ein Kolben bewegt wird, und den Systemdruck an. Auch bei langsam drehenden Wellen können O-Ringe durchaus zur Anwendung kommen.
O-Ringe gibt es in sehr vielen verschiedenen Standardgrößen. Die Größen definieren sich über den Schnurdurchmesser (Durchmesser des runden Querschnitts) und dem Innendurchmesser des Dichtungsringes. Dabei sind Schnurdurchmesser (SD) von 0,35 mm für sehr filigrane Anwendungen bis zu 40 mm oder mehr möglich. Einer der kleinsten bekannten O-Ringe wird in der Uhrenproduktion verbaut und hat die Maße 0,70 × 0,20 mm. Der Innendurchmesser (ID) kann je nach Verwendung auch mehrere Meter betragen (z. B. Abdichtungen bei Abwasserleitungen oder Röhrenkonstruktionen). Zu den größten O-Ringen zählen Dichtungen für Kernreaktoren oder Weltraumteleskope mit Durchmessern von über 10 Mete
Weitere Begriffserklärungen: [ACM] [AU] [CR] [CSM] [Dichtung] [EPDM] [FEP O-Ringe] [Elastomer Oringe] [FEPM] [FFPM] [Flachdichtung] [FPM] [FPM extrem] [FVMQ] [HNBR] [Metalldichtungen] [MVQ] [NBR] [NR] [O-Ring] [O-Ringe] [Elastomer Oringe] [PTFE] [Runddichtringe] [Rundschnurringe] [SBR] [Wellendichtring] [X-Ring]
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